Wie wird man NABU-Wolfsbotschafter?

Da wird wohl jeder seinen eigenen Weg gegangen sein

Mein Weg begann im Grunde damit, dass wir Anfang Mai 2008 „unseren“ Cartousz aus dem Tierheim in Köln-Dellbrück abholen durften. Cartousz ist ein sogenannter Herdenschutzhund, Rasse Carpatin, aus Rumänien, und wurde vom Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. – bmt – aus dem Tierheim in Brasov (Rumänien), über das Tierschutzzentrum in Pfullingen, ins Tierheim Köln-Dellbrück gebracht. 

Natürlich begann ich mich dafür zu interessieren was ein Herdenschutzhund für Eigenschaften hat, und wozu er gebraucht wird. Der Herdenschutzhund ist in Rumänien das ganze Jahr bei einer Schafsherde, und hat diese gegen die großen Beutegreifer wie Wolf und Braunbär zu verteidigen. Damit war mein Interesse auf diese Beutegreifer, insbesondere auf den Wolf, gelenkt.

Da ich in meinem Hauptberuf als Altenpfleger kaum Zeit für private Interessen habe, so dachte ich, dass ich mir, als Abwechslung zu meinem Berufsalltag, trotzdem ein Hobby zulege, damit ich auf andere Gedanken komme.

Durch die Suche im Internet nach Möglichkeiten wie und wo ich mich einer Gruppe anschließen kann die das Thema Wolf bearbeitet, fand ich einen Zeitungsbericht im Kölner Stadtanzeiger, über eine Veranstaltung des Bergischen Naturschutzvereins – RBN - . Dort hatte einige Zeit vorher Markus Bathen, Leiter des NABU Wolfsbüros in der Lausitz, einen Vortrag über die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland gehalten.

Wölfe in Deutschland? Das traf genau meinen Nerv.

Anfang April 2014 wurde ich dann Mitglied beim NABU und beantragte dann meine Aufnahme als NABU-Wolfsbotschafter. Alles was es über das Thema Wolf zu lesen gab habe ich gelesen.

Dann besuchte ich das Basisseminar für Wolfsbotschafter, des NABU, vom 17.10 – 19.10. 2014, auf Gut Sunder in Niedersachsen, was ich auch mit Erfolg abschliessen konnte. Mit diesem Rüstzeug versehen startete ich meine Aufklärungsarbeit für den Wolf. Nun habe ich, seit Beginn meiner Tätigkeit, sechs Wolfsinformationsstände, und oder auch Vorträge gehalten.

Für mich ist die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland, mit nun ungefähr 35 Wolfsrudeln, schlichtweg immer noch eine Sensation. Die Rückkehr des Wolfes wird ja nicht nur durch den NABU begleitet. Viele andere Naturschutzorganisationen, einzelne Gruppen, Wissenschaftler, Labore, nicht zu vergessen Gesa Kluth und Ilka Reinhardt vom Wolfsbüro Lausitz, die Umweltministerien der Bundesländer, Managementpläne usw., usw., haben dazu beigetragen diesem konfliktträchtigen Beutegreifer seinen Weg zu ebnen. Nur laufen und sich vermehren muss er selbst übernehmen. Aber anscheinend gefällt es ihm hier bei uns in Deutschland richtig gut.

Hinweis schließen