Der Arbeitskreis Wald

Naturwald, naturnahe Forstwirtschaft, ökologischer Waldumbau, Waldpädagogik und Klimabäume sind nur eine kleine Anzahl unserer Ziele für den Rheinisch Bergischen Kreis

Auf der Mitgliederversammlung des NABU Rhein Berg wurde von Hans-Joachim Schatz eine aktive Beschäftigung mit unseren Bergischen Wäldern angeregt. Noch im Dezember 2021 fand das Gründungstreffen des AK Wald statt, an dem von den interessierten Mitgliedern Gerlinde Neurohr und Carola Hoppen teilnahmen. Im Gedanken- und Ideenaustausch wurden zunächst drei Aufgabenfelder für die zukünftigen Aktionen des AK Wald in den Blick genommen:

Erstens die Beratung von Kommunen und privaten Waldbesitzern zu den Themen naturnahe Forstwirtschaft, sog. Klimabäume und Naturwald, d. h. einer Umwandlung von Forstflächen in nicht mehr bewirtschaftete Reservate. Den zweiten wichtigen Schwerpunkt sollen Naturerlebnisse und waldpädagogische Angebote für Kinder und Erwachsene bilden. Eigene Projekte, wie die Revitalisierung von Waldlehrpfaden und die Ausstattung einer Schutzhütte mit Informationstafeln zu unserem Thema, sollen der dritte wesentliche Baustein sein.

Fortbildungen und vergangene Aktionen

Die nächsten Schritte werden sich auf die Schaffung einer guten Basis konzentrieren: die eigene Fortbildung durch verschiedene Seminare und Führungen sowie die Gewinnung von Mitstreitern und hierfür das Knüpfen von Kontakten zu Förstern, kompetenten Mitarbeitern unserer Biologischen Station, Waldbesitzern.

Erste wichtige Informationen und Anregungen konnten die Mitglieder des AK Wald – bereits zusammen mit interessierten privaten Waldbesitzern – im Januar 2022 bei einer Führung im Königsforst erhalten. Bei einem Rundgang erläuterte der Revierförster ausführlich die Strategie der Waldnutzung des als Fauna-Flora-Habitat ausgewiesenen Gebietes. Wir konnten drei Parzellen sehen, auf denen der Wald unterschiedlich bewirtschaftet wurde: eine Naturwaldzelle, eine nach konventioneller FSC-Waldzertifizierung bearbeitete und eine nach dem Prinzip der naturnahen Waldwirtschaft rsp. dem Plenterprinzip, bei dem die einzelstammweise Nutzung mit permanenter Auslese und Vorratspflege zum Dauerwald führt. Wir sprachen über Rückegassen, verschiedene Fahrzeuge für den Holztransport und der Problematik der Bodenverdichtung, aber auch Rückepferde.

Der Förster Jürgen Greißner zeigte uns darüber hinaus begeistert von ihm markierte Biotopbäume, die aufgrund von individuellen Merkmalen, wie Astlöchern, Rindenanomalien oder einem hohen Alter, für verschiedene Tiere, wie Fledermaus, Specht oder Eulen, besonders attraktiv für den Nestbau sind und von der Holzgewinnung grundsätzlich ausgenommen werden. Wir sahen Wald mit Naturverjüngung und angepflanzte Jungbäume. Es entwickelten sich im Laufe dieses Vormittags immer wieder sehr angeregte Gespräche und nach etwa drei Stunden gingen wir mit vielen neuen Eindrücken nach Hause.

Termine & Treffen

Ein nächstes Treffen der AG Wald findet am 12.03.22 statt, bei Hans-Joachim Schatz.

Wir sind sehr an weiteren Aktiven interessiert. Interessierte sind herzlich willkommen. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail, sowie 2G Impfnachweis ist jedoch zwingend erforderlich.  Anmeldung an: schatz[at]nabu-rhein-berg.de